BBB-Delegiertentag 2026
Klare Ansage an die Politik: Öffentlicher Dienst ist kein Sparmodell
Foto: Sebastian Gabriel/BBB Die JVB-Vertreter beim 22. Delegiertentag des Bayerischen Beamtenbundes.
Am 26. und 27. März 2026 findet in München der Delegiertentag des Bayerischen Beamtenbundes statt. Rund 600 Delegierte aus 56 Verbänden beraten über den Kurs der kommenden fünf Jahre, wählen den Vorstand und entscheiden über rund 230 Anträge aus den Fachverbänden. Der JVB ist mit 24 Teilnehmerinnen und Teilnehmern vertreten und bringt eigene Anträge ein.
Auch personell setzt der Delegiertentag wichtige Zeichen. Der JVB gratuliert Rainer Nachtigall zur Wiederwahl als BBB-Vorsitzender. Alexander Sammer, Landesvorsitzender des JVB, wurde in den BBB-Hauptvorstand gewählt.
In der Sache ist die Botschaft klar: Der öffentliche Dienst in Bayern braucht Rückhalt statt weiterer Verzögerungen. Der BBB fordert echte Wertschätzung bei der Besoldung, bei der Übernahme des Tarifergebnisses und im politischen Umgang mit den Beschäftigten. Kritik gibt es vor allem an der verzögerten Übernahme des Tarifergebnisses. Wer einen starken Staat will, darf seine Beschäftigten nicht ausbremsen.
Zu den Gästen zählen unter anderem Finanzminister Albert Füracker, Innenminister Joachim Herrmann, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sowie der dbb-Bundesvorsitzende Volker Geyer. Ministerpräsident Dr. Markus Söder hatte seine Teilnahme wenige Wochen zuvor abgesagt. Füracker warb um Verständnis für die Verzögerung bei der Übernahme des Tarifergebnisses. Zugleich wurde deutlich, dass die Politik weiter mit wirtschaftlich schwierigen Zeiten rechnet.